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		<title>Pechsträhne beim Pokern</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 22:08:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maori</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Apfel]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich gebe es zu – und alle, die mich kennen, können es bestätigen: Ich bin ein schlechter Verlierer. Außer natürlich, wenn jemand besser und cleverer spielt als ich. Als schlechterer Spieler bin ich ein guter, ein fairer Verlierer, auch das können alle, die mich kennen, bestätigen. Nun leide ich neuerdings wieder unter einer recht langandauernden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gebe es zu – und alle, die mich kennen, können es bestätigen: Ich bin ein schlechter Verlierer. Außer natürlich, wenn jemand besser und cleverer spielt als ich. Als schlechterer Spieler bin ich ein guter, ein fairer Verlierer, auch das können alle, die mich kennen, bestätigen. Nun leide ich neuerdings wieder unter einer recht langandauernden Pechsträhne beim Pokern. Schon zu Beginn des letzten Jahres musste ich wochenlang eine unerklärliche und ebenso beschissene Pechsträhne ertragen, dass man sich sehr wundern musste, wieso gerade mich das Pech verfolgte, während sich die anderen mit dem Pechhaben abwechselten. Die besten Ergebnisse aus der Zeit damals waren drei oder vier verlorene A-A-Hände am Stück, gefloppte Straights, die konsequent auf dem River von Full Houses oder Flushes geschlagen wurden.</p>
<p>Nachdem mein Gämbelbruder Krischan für einige Wochen wirklich häufig Pech hatte, sitze ich nun seit fünf Wochen (oder so) in der Falle – sowohl online als auch offline. Die letzten Q-Q-Hände gingen allesamt verloren. Zweimal gegen Asse und einmal gegen K-J (!). Letzte Woche verlor ich einen riesigen Chipstapel mit J-J pre-flop All-in gegen 8-10 (!). Und flog dann sogar noch mit der besseren Hand vom Tisch. Heute verlor ich bereits in der ersten Hand mit 10-Q gegen 10-5 einen gewaltigen Teil des Stacks. Flop: 10-7-10. Turn: 5. River: J. Danach krallte ich mich an den Tisch, wurde aber von einer katastrophalen Hand nach der anderen belästigt, bis ich praktisch All-in gehen musste. Natürlich hatte mein Kontrahent (Krischan) Asse; da fällt einem kaum noch etwas ein.</p>
<p>Zweite Runde: Ich spiele brutal tight, versuche meine Gegner zu lesen (was auch ganz gut klappt), aber es kommt wieder nur eine Rotzhand nach der anderen. Ich habe noch etwa fünffachen Big Blind, die Dame neben mir erhöht auf doppelten Big Blind, ich merke ziemlich schnell, dass sie diesmal nix hat, ich habe K-Q off und gehe mit 330 All-in. Sie muss noch 210 nachlegen (!) und callt – mit 10-7. Schlechter Move, Amok-Pokern, aber wieso nicht. Sie bekommt zwei Paare und ich nix, bin vom Tisch. Mich ärgert, dass ich in Showdowns zu 80 Prozent die bessere Hand halte, ich würde sogar behaupten, zu 50 Prozent die deutlich bessere Hand (wie A-7 gegen K-7), und trotzdem verliere ich durchschnittlich, also übers Jahr gesehen, gut 40 bis 50 Prozent der Showdowns. In den letzten Wochen habe ich gut 80 Prozent der Showdowns verloren, vor allem die entscheidenden.</p>
<p>Manchmal habe ich einen Anflug von Selbstbeherrschung und spiele wahnsinnig diszipliniert. Lege Fallen und schnappe zu. Nur bringt das nichts, wenn ich K-10 halte, der andere K-8, der andere ist All-in, und es kommen 4-Q-7 im Flop, Turn: 6. River: 5. Was soll ich da machen? Wieder aufs Glück warten? Oder will mir das Leben gerade sagen: Junge, erarbeite dir lieber dein Glück anstatt rumzugämbeln? Ich weiß es nicht. </p>
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		<title>Hässlichkeit verkauft sich nicht</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 10:02:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maori</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Dose]]></category>

		<category><![CDATA[Technik Testcenter]]></category>

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		<description><![CDATA[Google will keine Nexus One Mobiltelefone mehr verkaufen und wundert sich über die grottenschlechten Verkaufszahlen. Ich persönlich verstehe nicht, wieso. Google, so erfolgreich das Unternehmen sein mag, ist für jeden Designer mit visuellem Schwerpunkt ein Desaster. Nicht nur das Logo, sondern alles, was das Unternehmen so anbietet, ist grottenhässlich.
Während Apple mit mittelmäßiger bis akzeptabler Hardware [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Google will keine Nexus One Mobiltelefone mehr verkaufen und wundert sich über die grottenschlechten Verkaufszahlen. Ich persönlich verstehe nicht, wieso. Google, so erfolgreich das Unternehmen sein mag, ist für jeden Designer mit visuellem Schwerpunkt ein Desaster. Nicht nur das Logo, sondern alles, was das Unternehmen so anbietet, ist grottenhässlich.</p>
<p>Während Apple mit mittelmäßiger bis akzeptabler Hardware und unverschämten Geschäftsbedingungen seit Jahren Geld druckt, nur weil sie ihren ganzen Mist in hübsche Kleidchen verpackt, hinkt die Konkurrenz dermaßen hinterher, dass einem als Nutzer nur schlecht werden kann. Ich besitze aktuell ein HTC HD2 und ärgere mich täglich über Windows Mobile. Das HD2 ist hardwaretechnisch gesehen ein Wahnsinnsgerät, aber die Software der absolute Schrott. Heute bekomme ich hoffentlich mein neues Gerät, ein Samsung Galaxy S i9000, mit dem Google-Betriebssystem Android 2.1. Es sieht aus wie ein iPhone, im Innern arbeitet der gleiche Prozessor wie im iPhone 4, und die Oberfläche sieht ebenfalls teilweise aus wie beim iPhone. Nur … es ist kein iPhone, somit kann ich nicht nur mit der linken Hand telefonieren, sondern auch unautorisierte Programme und MP3s draufziehen wie ich will. Ja, ich finde das iPhone-Konzept an sich super. Aber Apple ist vom sympathischen Underdog zu einer geldgierigen, kundenverprellenden und kreativitättötenden Bestie mutiert. Klar, für das iPhone gibt es Jailbreak-Methoden, aber wie viele der schlauen Köpfe da draußen nutzen sie schon, wo doch die Garantie damit flöten geht. Und die Garantie braucht man beim iPhone 4, wie sich bei meiner Teampartnerin herausgestellt hat. Eine Woche in Betrieb, war das iPhone defekt und befindet sich jetzt seit einer Woche in Reparatur, Dauer ungewiss.</p>
<p>Nun ja, ich sollte nicht allzu laut lachen, denn Samsung ist ja bekannt für seine anfällige Technik. Daher werde ich das Gerät äußerst ausführlich durchtesten, bevor ich irgendwas dazu schreibe. Das HTC HD2 werde ich dann bald verkaufen. Und die Moral von der Geschicht’? Wenn Google das nächste Mal ein Gerät auf den Markt bringt, sollte es nicht so hässlich sein wie das Nexus One.</p>
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		<title>Nike-Spot: Die Vorrundenbilanz</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 21:49:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maori</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Nicht kategorisiert]]></category>

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		<description><![CDATA[Zunächst einmal startet der Ivorer Didier Drogba in den Spot, dribbelt sich durch. Wir wissen alle, was mit Drogba vor der WM passiert ist. Und obwohl er sich in keinen Zweikampf werfen konnte, traf er immerhin gegen den fünfmaligen Weltmeister Brasilien. Die Elfenbeinküste ist so gut wie ausgeschieden, womit der erste Nike-Fußballer weg von Fenster [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zunächst einmal startet der Ivorer Didier Drogba in den Spot, dribbelt sich durch. Wir wissen alle, was mit Drogba vor der WM passiert ist. Und obwohl er sich in keinen Zweikampf werfen konnte, traf er immerhin gegen den fünfmaligen Weltmeister Brasilien. Die Elfenbeinküste ist so gut wie ausgeschieden, womit der erste Nike-Fußballer weg von Fenster wäre.</p>
<p>Anschließend klärt Fabio Cannavaro, seines Zeichens Weltmeister 2006 mit Italien, ein Weltklasse-Verteidiger, auf der Linie. Hätte er heute vielleicht häufiger machen wollen. Sang-, klang- und lustlos verlor die Squadra Azzura gegen die Slowaken mit 2:3. Damit fährt auch der zweite Nike-Fußballer nach Hause.</p>
<p>Anschließend kommt Wayne Interessiert’s ins Spiel. Für ihn ist dann am Sonntag Schluss; und in der Vorrunde hat er keine einzige Bude gemacht. Er wirkt ausgelaugt, müde, nicht richtig fit, nun ja. Der Trailerpark wird wohl trotzdem nicht auf ihn warten, dazu ist der Mann viel zu reich. Im Spot sieht er auf einem Billboard Franck Ribéry. Ahahahaha!! Was war noch mal mit der französischen Nationalmannschaft? Der dritte Nike-Fußballer ist raus.</p>
<p>Anschließend kommt Ronaldinho ins Spiel. Müssen wir noch groß diskutieren? Der ist unverletzt und trotzdem nicht dabei. Tja. Und plötzlich spielt die brasilianische Nationalmannschaft wieder ehrlichen Fußball. Puh. Damit ist der vierte Nike-Fußballer futsch.</p>
<p>Als letzter Akteur kommt Cristiano Ronaldo, seines Zeichens Offensiv-Zauberer von Real Madrid, für Portugal ins Spiel. Er dribbelt und dribbelt und wird weggegrätscht. Bisher hat er von all den Nike-Gurken die beste Leistung gebracht. Im ersten Spiel bis auf eine Aktion unsichtbar, im zweiten Spiel von den Nordkoreanern bewundert (die damit allerhand zu tun hatten, neben Kim Jong-il noch einen zweiten Deppen zu bewundern), wird seine Mannschaft so gut wie sicher im Achtelfinale vertreten sein. </p>
<p>Rooney und Ronaldo also. Die beiden, die sich während der WM 2006 in Deutschland fast geprügelt hätten. Oder danach. Nun ja. Schon vor der WM fand ich die Auswahl der Testimonials äußerst kritisch, mal von den langfristigen Sponsoring-Verträgen, die diese fantastischen Einzelsportler mit dem Ausrüster abgeschlossen haben. Für eine WM sollte eine Marke eher auf Spieler setzen, die ein Spiel mitreißen und damit auffallen, und nicht die, die immer nur dann funktionieren, wenn das Team funktioniert. Das Negativbeispiel schlechthin ist Franck Ribéry, der in einem schon lange kaputten Team spielte. So gesehen hat Konkurrent Adidas zumindest mit Kaká, David Villa oder Lionel Messi die weitaus bessere Wahl getroffen.</p>
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		<title>39,95 – Neununddreißig fünfundneunzig</title>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 08:26:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maori</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Jedes Mal, wenn ich jemanden mit einem Preisschild an der Jacke sehe, frage ich mich, wie dieser Mensch wohl lebt.
Vielleicht handelt es sich um einen Menschen, der zeigen möchte, was er hat. Markenklamotten könnten aus einem Outlet stammen und lediglich den Bruchteil dessen gekostet haben, was sie suggerieren. Heutzutage gibt es sogar Luxus-Outlets mit Gucci [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jedes Mal, wenn ich jemanden mit einem Preisschild an der Jacke sehe, frage ich mich, wie dieser Mensch wohl lebt.</p>
<p>Vielleicht handelt es sich um einen Menschen, der zeigen möchte, was er hat. Markenklamotten könnten aus einem Outlet stammen und lediglich den Bruchteil dessen gekostet haben, was sie suggerieren. Heutzutage gibt es sogar Luxus-Outlets mit Gucci und Versace zum Schleuderpreis. Und was sagt schon eine Adidas-Jacke aus? In jedem Fernsehbeitrag aus der fünften Welt tragen die Leute Adidas-Klamotten. Gut, teilweise nehmen die einfach die Sachen von der Arbeit mit, die sie selbst zusammennähen. Aber was bedeutet das schon? Es gibt sicherlich Menschen, die denken: Erst das Preisschild zeigt, wie dick meine Balls sind.</p>
<p>Es könnte sich aber auch um einen Menschen handeln, der in seiner Kindheit ein traumatisches Erlebnis mit einer Schere oder dergleichen hatte. Vielleicht wurde ihm von der boshaften Mutter ein Ohr abgeschnitten (das würde man sehen, aber heutzutage existieren ja wirklich fabelhafte Prothesen), vielleicht ist eine Schere vom Tisch gefallen und hat den Lieblingshund der Familie mit dem eingängigen Namen Schnuffi erstochen. Kinder mögen es nicht, wenn Schnuffis mit einer Schere erstochen werden. Seit diesem tragischen Moment voller Symbolkraft ist unser Jackenträger nicht mehr in der Lage, scharfe Gegenstände zu halten. Überflüssig zu erwähnen, dass er keine Frau gefunden hat, die ihm die Sache mit dem Preisschild abnimmt – schließlich lässt er bei jedem Date das Messer fallen; das kommt bei Frauen nun überhaupt nicht an.</p>
<p>Allerdings könnte es auch sein, dass es sich um einen Menschen handelt, der seiner Mutti die Klamottenwahl überlässt. Immer noch, mit nunmehr fünfzig Jahren auf dem Buckel. Gibt’s. Mutti geht bei die Karstadt und kauft dem Jungen, pardon, dem „Jungen“, eine neue Hose, eine neue Jacke für 39,95 (runtergesetzt von 44,95) und Socken. Aber nicht die weißen, jedem Klischee will Mutti nicht entsprechen. Der Sohnemann packt sich die Klamotten, von Preisschildern hat er in seinem Leben noch nix gehört.</p>
<p>Am wahrscheinlichsten ist es aber, dass er einfach nur verpeilt ist.</p>
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		<title>Wo bin ich?</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 14:23:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maori</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Wer sich fragt, was ich gerade so mache: Ich arbeite. Ich schreibe ein Buch. Und ich zwitscher. Keine Zeit für längere Einträge, drum habe ich mich nun auf kürzere Nachrichten spezialisiert. Von mir kommen immer wieder Fehler in der Matrix, die mir auffallen: 
http://twitter.com/hirnschiss
Please follow me on Twitter.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich fragt, was ich gerade so mache: Ich arbeite. Ich schreibe ein Buch. Und ich zwitscher. Keine Zeit für längere Einträge, drum habe ich mich nun auf kürzere Nachrichten spezialisiert. Von mir kommen immer wieder Fehler in der Matrix, die mir auffallen: </p>
<p>http://twitter.com/hirnschiss</p>
<p>Please follow me on Twitter.</p>
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		<title>Hilfe!</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 10:09:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maori</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[So, endlich werden hier auch mal ernste Themen behandelt. Wurde ja auch Zeit. Das soll jetzt aber kein Imagewandel werden oder so, ich mache mir halt nur meine Gedanken und die sollen raus. Wenn es Ihnen nicht passt, kann ich Ihnen failblog.org empfehlen. Urkomisch. Wie dem auch sei, ich habe mir folgende Frage gestellt: „Sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, endlich werden hier auch mal ernste Themen behandelt. Wurde ja auch Zeit. Das soll jetzt aber kein Imagewandel werden oder so, ich mache mir halt nur meine Gedanken und die sollen raus. Wenn es Ihnen nicht passt, kann ich Ihnen failblog.org empfehlen. Urkomisch. Wie dem auch sei, ich habe mir folgende Frage gestellt: „Sind wir verpflichtet anderen zu helfen?“ Gehen wir der Sache doch mal auf den Grund.</p>
<p>Jemandem fällt etwas hin, z.B. ein Kugelschreiber. Sind wir verpflichtet ihm zu helfen? Zunächst einmal nicht, denn es handelt sich um eine absolute Banalität. Die meisten Menschen könnten auch ohne Kugelschreiber überleben – sogar Führerscheinprüflinge. Wem würden wir in so einer Situation helfen? Einer Dame? Einem älteren Menschen, dem es sichtlich schwer fallen würde, den Kugelschreiber aufzuheben? Vielleicht. Vielleicht gehen wir einfach nach Sympathie. Tatenlosigkeit in dieser Situation fänden sicherlich nur die wenigsten von uns moralisch verwerflich.</p>
<p>Aber wie sähe es aus, wenn sich jemand auf die Fresse legen würde? Vor Ihren Augen. Wem würden Sie da helfen? Ginge es da auch nach Sympathie? Vielleicht würden Sie da schon mal jemandem aufhelfen, dem Sie den Kugelschreiber nicht aufgehoben hätten. Wäre es moralisch verwerflich, jemandem in dieser Situation nicht zu helfen? Sagen wir mal, der Mensch bliebe liegen und blutete aus allen Poren. Okay, einfach weitergehen wäre wohl ziemlich verwerflich. Und wenn sich ein unverschämtes Kind, das die ganze Zeit nur am Schreien und Nerven ist, aus Eigenverschulden so was von auf die Kauleiste legt, dass die Zähne splittern? Würden Sie da helfen? Klar, sagen Sie, es ist doch noch ein Kind. Als Kind waren Sie vielleicht auch scheiße. Aber stellen Sie sich vor, Sie säßen in der Bahn und hätten dem Kind vier Stunden am Stück beim Schreien zugehört. Und dann legt der sich kurz vor Frankfurt mit der Fresse auf eine Armlehne und bricht sich den Kiefer. Nicht wenige von Ihnen würden sich diebisch freuen – oder sich denken: „Haste nun davon, du dummes Kind.“</p>
<p>Nun kommen wir aber zu einer etwas härteren Nummer: Suizid. Ein ziemlich verantwortungsloses Boulevardblatt fragte neulich: „Haben Sie Schuldgefühle, Herr Löw?“ Es ging wie so häufig in letzter Zeit um den Suizid unserer Nummer eins Robert Enke – Bundestrainer Löw hatte ihn nicht für die Länderspiele gegen Chile (abgesagt) und die Elfenbeinküste nominiert. Abgesehen davon, dass ich eine solche Frage für eine unfassbar pietätlose Unverschämtheit halte, stellt sich hier eine andere, nämlich: Kann man dadurch, dass man etwas nicht tut, die Schuld am Suizid eines anderen Menschen tragen? Meiner Meinung nach nicht. Wenn sich mir jemand anvertraut, würde ich sicherlich nicht tatenlos zusehen – und Sie hoffentlich auch nicht. Aber: ab wann kann ein Mensch für das Leben eines anderen verantwortlich gemacht werden? Bei ersten Anzeichen? Wie soll das bitte aussehen? Wie häufig hören wir von Menschen, denen es gerade nicht so prima geht, „Ich bringe mich um.“? Oder etwas schwächere Varianten wie „Ich könnte mich erschießen“ oder „Mein Leben kotzt mich an“? Wer von Ihnen würde, mal ganz im Ernst, einen Arzt zu Rate ziehen?</p>
<p>Absurder ist es also, jemandem den Suizid eines anderen vorzuwerfen (und sogar ein absoluter Volltrottel im Schalke-Forum hat es getan), weil er ihn nicht irgendwohin eingeladen hat. Sie laden jemanden ein, und der verunglückt auf dem Weg zu Ihnen. Viele würden sich in diesem Fall Vorwürfe machen, als neutraler Betrachter würden Sie aber sagen: Keine Schuld, passiert, auch wenn es tragisch ist. Und genauso sieht es mit Jogi aus – ich finde es eher moralisch verwerflich, jemandem so eine Frage zu stellen. Hilfe kann man geben, muss man aber nicht – so bitter es klingen mag. Sonst könnten wir nie und nimmer ruhig schlafen. Ein Beispiel gefällig? Gern.</p>
<p>Stellen Sie sich vor, Sie hätten eine Million Euro zur Verfügung. Diese müssten Sie einer Hilfsorganisation spenden – einer einzigen. Für welche würden Sie sich entscheiden? Not leidende Kinder? Hungernde Menschen? Regenwald? Krebsforschung? Nehmen wir an, Sie wählten den Regenwald. Wären Sie Schuld am Tod von Millionen Kindern? Wären Sie für Millionen Krebstote verantwortlich? Was würden Sie den sexuell missbrauchten Kindern erzählen? Dass der Regenwald wichtiger wäre als sie? Manch einer ist der festen Überzeugung, wir müssten uns engagieren, standardmäßig für Menschen, „denen es nicht so gut geht wie uns“. Okay, einverstanden. Aber das ist doch wohl jedem selbst überlassen, ob er jemandem hilft oder nicht. Veganer finden sogar Vegetarismus moralisch verwerflich, also wen würden Sie Vorwürfe machen? Am besten, Sie helfen demjenigen, dem Sie helfen wollen – ob es um Kugelschreiber oder Krankheiten geht. Aber anderen vorzuschreiben, wann und wem sie zu helfen haben, wird nichts bringen. Nicht ansatzweise. Am Ende des Tages muss sich jeder für seine Taten verantworten – mindestens vor sich selbst. </p>
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		<title>Grau ist der Herbst</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 09:29:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maori</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Viele fragen mich in letzter Zeit: „Maori, wie ist es eigentlich, in so einer scheiße erfolgreichen Agentur zu arbeiten, und das mitten in der Krise?“ Ich antworte dann meistens: „Mama, wo hast du das denn gelesen?“ Davon einmal abgesehen, scheinen wir ja aus der Krise total gestärkt hervorzugehen. Sagen zumindest die Zeitungen, und wie wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele fragen mich in letzter Zeit: „Maori, wie ist es eigentlich, in so einer scheiße erfolgreichen Agentur zu arbeiten, und das mitten in der Krise?“ Ich antworte dann meistens: „Mama, wo hast du das denn gelesen?“ Davon einmal abgesehen, scheinen wir ja aus der Krise total gestärkt hervorzugehen. Sagen zumindest die Zeitungen, und wie wir seit den Hitler-Tagebüchern wissen: Zeitschriften sind unzuverlässig, vertrauen kann man nur den Zeitungen. Alle Prognosen deuten eine positive Entwicklung an, wir sind praktisch kurz vor dem „Wirtschaftswunder II – Return of the Erhard“. Aber wieso merken die Leute es nicht? Heute Morgen schon wieder in der Bahn, alle mit so ’ner Fresse unterwegs, als wäre gerade 2012. Dabei haben wir noch mehr als zwei Jahre Zeit, um Autos zu bauen, die schnell genug sind, um fetten Erdrissen davonzufahren. Das müsste GM ja wohl noch hinbekommen, mit all den Milliarden, die ihnen in den Arsch geblasen werden.</p>
<p>Übrigens habe ich letztens aus Versehen (!) auf dem Monitor einer Kollegin das Video von der Frau gesehen, die sich besoffen auf die Gleise legt. Ich habe noch nie verstanden, wieso sich die Leute kurz vor der Einfahrt eines Zuges an die Bahnsteigkante stellen. Gibt es etwas Dämlicheres als sein Leben zu riskieren, um drei Sekunden schneller in eine Bahn zu kommen? Gibt es etwas Dämlicheres? Ja sicher, es gibt ganz bestimmt etwas Dämlicheres, aber das war mehr eine rhetorische Frage, also Schluss jetzt mit dem Herumüberlegen. Es ist einfach wahnsinnig doof, so zu sterben. Sie stehen an der Bahnsteigkante, und irgendein betrunkener Idiot stößt sie vielleicht aus Versehen, vielleicht weil Sie so ungemein hässlich sind, auf die Gleise. Kann immer mal passieren. Was will man auf der Beerdigung sagen: „Er hatte es immer sehr eilig, so auch beim Abgang.“ Oder „Alles was er wollte war ein schneller Einstieg. Jetzt ist er ausgestiegen.“ Ich käme mir reichlich dämlich vor, und wäre ich mit so einer Person verwandt, ich würde mir ob des Genpools doch große Sorgen machen.</p>
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		<title>Timingproblem</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 00:09:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maori</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Apfel]]></category>

		<category><![CDATA[Ruhrgebiet]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Dortmunder Hauptbahnhof: Zwei Kinder spielen an den Schließfächern. Zwei etwa dreizehnjährige Hip-Hop-Kinder kommen angeschlurft, rufen: »Ey, was macht ihr da?« Brüllt der ungefähr zwei Meter große Vater der Kids, drei Meter neben den Schließfächern stehend: »Wer?« Die zwei Hip-Hop-Kinder zucken zusammen, suchen das Weite. Die Kids wollen, dass Papi sich um die zwei Hip-Hop-Kinder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Dortmunder Hauptbahnhof: Zwei Kinder spielen an den Schließfächern. Zwei etwa dreizehnjährige Hip-Hop-Kinder kommen angeschlurft, rufen: »Ey, was macht ihr da?« Brüllt der ungefähr zwei Meter große Vater der Kids, drei Meter neben den Schließfächern stehend: »Wer?« Die zwei Hip-Hop-Kinder zucken zusammen, suchen das Weite. Die Kids wollen, dass Papi sich um die zwei Hip-Hop-Kinder kümmert. Nein, Zwei-Meter-Papi rührt sich nicht vom Fleck. So ist das Leben.</p>
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		<title>Bundesligakommentar, 1. Spieltag</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Aug 2009 16:15:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maori</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>

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		<description><![CDATA[Weiß nicht. Wie soll ich denn diesen Beitrag beginnen? Vielleicht mit: „Ein Kollege von mir ist Gladbach-Fan“? Weiß nicht. Er tut mir sehr leid. Ende letzter Saison, als Dante einen Bock nach dem anderen schoss (und zwischendurch auch ein extrem wichtiges Tor, aber davor und danach nur Böcke), musste ich ihm täglich auf die Schulter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weiß nicht. Wie soll ich denn diesen Beitrag beginnen? Vielleicht mit: „Ein Kollege von mir ist Gladbach-Fan“? Weiß nicht. Er tut mir sehr leid. Ende letzter Saison, als Dante einen Bock nach dem anderen schoss (und zwischendurch auch ein extrem wichtiges Tor, aber davor und danach nur Böcke), musste ich ihm täglich auf die Schulter klopfen, bis er mich wegen sexueller Belästigung anzeigte. Auswärts eine 0:3-Führung verspielen, wie kann man nur so blöd sein? So etwas habe ich ja in meinem Leben noch nicht … ach ja, da war doch was, letzte Saison. Vergessen wir die Sache. Kommen wir doch lieber zu den zwei Aufregern des Spieltags.</p>
<p>Aufreger 1: Rudi Völler. Was ist bloß los mit ihm? Sympathisch aussehen und sympathisch sein sind dann doch zwei verschiedene Paar Schuhe, das eine hochhackig, das andere mit Stahlkappen, glaube ich. Jedenfalls so ähnlich. Also, für alle, die nicht dabei waren: Rudi beschwerte sich über den Schiri Aytekin beim Spiel Mainz – Leverkusen. Spielverlauf: Hoogland 1:0, Barnetta verschießt Elfer, Derdiyok schießt das 1:1, Kießling das 1:2, Gunkel haut einen Freistoß aus 16 km in den rechten Winkel, Gekas schießt ein Tor, das aber aberkannt wird. Soweit, so gut. Gunkels Freistoß kam durch einen Schubster Hyypiäs an Bancé zustande. Klar war das ein kleiner Schubser, aber darüber darf man sich nun echt nicht beschweren. Wir wissen alle, „dass so etwas in England“ nicht gepfiffen wird, aber wir sind hier nicht in England, deshalb können wir ja auch nächstes Jahr Weltmeister werden. Außerdem hätte Barnetta den Elfer ja nicht unbedingt verschießen müssen, er hätte ihn auch verwandeln können – und Aytekin hätte sicherlich nicht auf Abseits entschieden. Beim Gekas-Treffer haben wir alle gesehen, wie Kießling einen Abwehrspieler des FSV geblockt hat. Dass der Schiri-Assi das gesehen hat, verdient ein großes Lob, und keine dummen Beschimpfungen eines Rudi Völler. Bevor er sich dermaßen weit aus dem Fenster lehnt, sollte er sich an den eigenen Bartzimpfel fassen. Unerträglich ist das.</p>
<p>Aufreger 2: Bayern-Dusel, Teil 2,5 Mio. Zumindest wird das alles in der Presse so dargestellt. Dabei hat das alles nichts mit Dusel (=unverdientes oder unverhofftes Glück) zu tun, sondern mit unfähigen Schiedsrichtern. Abgesehen davon, dass man Rafatis Leistungen der letzten Saison hätte zum Anlass nehmen müssen, ihn ab sofort nur noch auf dem Parkplatz als Einweiser einzusetzen, hätte der Schiri-Assi eigentlich sehen müssen, dass der Ball acht Meilen hinter der Torlinie war. Ich meine, Rensing stand fünf Meilen hinter der Torlinie und hat nach hinten gegriffen, wo bitteschön hätte der Ball denn sonst sein sollen? In Kamerun? Torkamera hin oder her, unfähige Schiris haben auf dem Platz nichts verloren – genauso wenig wie unfähige Spieler, nebenbei bemerkt. Wie dem auch sei, lieber Uli Hoeneß: Ich respektiere Sie als großen Manager, als einen der wenigen Macher in Deutschland, die was auf die Beine gestellt haben. Aber dass der FC Bayern München hätte gewinnen müssen (!), sehe ich nicht so. Das Unentschieden geht vollkommen in Ordnung – und Rangnick, der inzwischen total arroganten Socke, gönne ich überhaupt nichts. Schönes Tor von Obasi, gut erarbeitetes Tor von Olic. Ich sehe keinen Grund, mich mit meinem Hintermann anzubrüllen. Hinter mir sitzt aber auch keiner. Noch ein Grund.</p>
<p>Mann, hat Felix Magath getobt. Der Gesundheit wegen, wir haben es alle im Sportschau-Interview vernommen. Die Nürnberger wirkten irgendwie naiv, obwohl lauter erfahrene Spieler auf dem Platz waren: Schäfer, Wolf, Pinola, Kluge, Mintal. Und keine alternden Würste wie Koller (gut, Charisteas kam in der 68. Minute) oder keine Ahnung, wen gab es denn noch in der Vergangenheit? Ist ja auch egal, scheiß Absteiger. Jedenfalls war das Spiel nicht besonders attraktiv, auch wenn die Tore exzellent vorbereitet waren – alle aus dem Spiel heraus. Besonders die jungen Wilden (muss man jetzt II dahinter hängen?) Zambrano, Kenia, Holtby noch nicht so, haben gut Remmidemmi gemacht. Auf der anderen Seite muss man mal sagen, dass der Club ein Stürmerproblem hat. Das Phantom ist noch nicht hundertprozentig in Form, Eigler ist vor dem Tor momentan zu beschränkt, könnte auch an der Form liegen, und anderweitig war ja leider nicht viel zu vernehmen. Vergessen wir nicht, dass Charisteas zwar offiziell das Tor vorbereitet hat, aber trocken bemerkt wurde sein Flachschuss gehalten. Das macht ein Messi anders. Oh, habe ich Charisteas mit Messi verglichen? Hahaha, ich Jux-Beutel.</p>
<p>Hertha habe ich nicht auf dem Zettel. Egal, wie erfolgreich die mit ihrem unansehnlichen Scheiß sind: Hertha interessiert mich nicht. Wie Hannover gespielt hat, na ja, war Hannover-typisch: ineffektiv, unattraktiv, grau. Viele bezeichnen ja Bochum als graue Maus der Liga, aber spätestens seit diesem Wochenende … Bochum. Ein Wahnsinn. Wie bitter es ist, eine vermeintlich sichere 3:0-Führung zu verspielen, habe ich letztes Jahr selbst erlebt – nur dass diesmal Gladbach selbst die Verantwortung übernehme muss und nicht das Schiedsrichtergespann. Dabei hatten die Fohlen noch Glück, dass Christofer Heimeroth so einen Bombentag erwischte – sonst wäre die Sache 5:3 ausgegangen. Über den HSV wollen wir doch nicht viele Worte verlieren, oder? Meine Fresse, war das eine Scheiße. Wenn ich HSV-Fan wäre, ich hätte mich eh nach der Werder-Scheiße letzte Saison erschossen. Aber nach dem Freiburgspiel hätte ich einfach gesagt: ja, das Beste am HSV ist immer noch Dino, das Maskottchen. Super Maskottchen, der Dino. Astrein. Zumindest beweglicher als die Offensive des labbadierten Haufens. Der hat Greuther Fürth geschafft, der hat Leverkusen geschafft, und der dollt jetzt auch noch den HSV. Aber Hauptsache jung und adrett. Mal sehen, wann Slomka sich ins Gespräch bringt.</p>
<p>Wolfsburg und Stuttgart trennten sich erwartungsgemäß. Nichts Neues an dieser Stelle. Aber Jens Lehman fordert, mehr zu investieren. Nicht, damit sich „der VfB im oberen Tabellenbereich etabliert“, sondern einfach nur seinetwegen. Es könnte seine letzte Bundesliga-Saison sein, und da will er noch einmal alles erreichen: Champions-League-Sieg, DFB-Pokal, EM, WM, PMS, keine Ahnung, auf jeden Fall alles. Dem ist es doch scheißegal, was mit dem VfB nach der Saison passiert. Ob die Pleite gehen, vor der brasilianischen Küste abstürzen oder was. Hauptsache, Herr Lehmann kann sich zwei oder drei Blechbüchsen in die heimische Vitrine stellen, direkt neben die Urkunde von Cosmos Direkt. Geile Taktik, aber ich hoffe doch sehr, dass Horst Heldt bloß nicht auf die schwachsinnigen Forderungen eines alternden Stars eingeht. Vielleicht schnappt sich Horst mal dem Jens seinen Schuh und wirft ihn vom Trainigsgelände. Wuff.</p>
<p>Jürgen Klopp und der BVB putzen Zvonimir Soldo und seine portugiesische B-Elf. Zumindest mit 1:0, von Putzen kann dann doch keine Rede sein. Aber verdient war er, der Heimsieg. Vom dicken Maniche kam noch nicht viel, auch wenn der ARD-Kommentator steif und fest das Gegenteil behauptete. Vielleicht erinnerte er sich an die geschmeidigen Bewegungen eines Ailton in seiner Bremer Zeit, aber auch der brauchte ein ganzes Jahr Anlauf. Jedenfalls war das Beste am Spiel Faryd „Ich muss auf jeden Fall ausgewechselt werden, auf jeden Fall, wechselt mich aus, Betreuer, zeig denen auf der Bank noch einmal deutlich, dass ich nicht weiterspielen kann, nein, es geht nicht, aua, das tut weh, Bänder, keine Ahnung, ich muss raus, schwere Verletzung, sechs Wochen Pau … ach nee, geht doch“ Mondragon, der eine Glanzparade nach der anderen hinlegte. Aber dieses Wochenende war ja nicht so der fantastische Spieltag für Glanzparaden. Hildebrand, Lehmann, Mondragon oder Heimeroth – 3 Mio. Glanzparaden, 0 Siege. </p>
<p>Erkenntnisse des Spieltags:</p>
<p>#1 Wir brauchen keine Torkamera, sondern bessere Schiedsrichter.</p>
<p>#2 Hoeneß brüllt zur Not einfach auch mal Tribünengäste an. Der Mann ist Klasse.</p>
<p>#3 62 Anstoßzeiten für 3 Spiele: die Kneipen freuen sich.</p>
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		<title>Offener Brief</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 08:41:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maori</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Apfel]]></category>

		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Hamburger Autofahrerinnen,
liebe Hamburger Autofahrer,
mit Bedauern musste ich feststellen, dass Sie echt einen an der Klatsche haben. Vor einigen Jahren teilte ich Ihnen bereits mit, dass Sie bei jeder Nichtigkeit auf die Hupe kloppen, als gäbe es kein Morgen. Den gibt es aber, also lassen Sie bitte die verdammte scheiß Hupe in Ruhe. Diese lustigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Hamburger Autofahrerinnen,<br />
liebe Hamburger Autofahrer,</p>
<p>mit Bedauern musste ich feststellen, dass Sie echt einen an der Klatsche haben. Vor einigen Jahren teilte ich Ihnen bereits mit, dass Sie bei jeder Nichtigkeit auf die Hupe kloppen, als gäbe es kein Morgen. Den gibt es aber, also lassen Sie bitte die verdammte scheiß Hupe in Ruhe. Diese lustigen Monumente, die rechts und links von der Straße stehen, sind KEINE, ich wiederhole: KEINE Attrappen. Da wohnen Menschen drin, Menschen wie Sie. Und wenn sie sich mal stereo an die Birne fassen, werden Sie feststellen: Aha, Ohren. So, und wenn Sie bei jeder Nichtigkeit wie ein Geisteskranker auf die Hupe hauen, gehen in den lustigen Monumenten rechts und links der Straße reihenweise Gehörgänge in den Arsch. Und das ist nicht nur anatomisch höchst bedenklich.</p>
<p>Zudem sollten Sie endlich aufhören, sich andauernd irgendwo zu verkeilen. Wenn Sie abbiegen wollen, dann biegen Sie einfach ab – und warten nicht, bis die halbe Kreuzung zugestellt ist und Sie mit Ihrem scheiß Polo weder vorwärts noch rückwärts kommen. Und bitte, bitte, bitte hören Sie auf, IN IHREM Fahrzeug den anderen Verkehrsteilnehmern Anweisungen zuzurufen. Erstens bringt das nichts, und zweitens sieht es lächerlich aus. Ach ja, falls Sie dabei auch noch hupen, hören die anderen Sie erst recht nicht. (Übrigens habe ich JETZT in diesem Moment, da ich den Scheiß hier schreibe, schon wieder jemanden hupen hören. Auf unserem Parkplatz! Es ist nicht zu fassen …)</p>
<p>Dürfte ich Sie noch um einen kleinen Gefallen bitten? Wenn es keine Parkplätze gibt, dann gibt es auch keine Parkplätze. Hören Sie bitte auf, trotzdem zu parken. Das bringt nichts. Meistens finden Sie Ihr Fahrzeug irgendwo auf der Abschlepphalde wieder. Und wenn nicht, sitzt garantiert jemand, der zugeparkt wurde, stundenlang auf dem Fahrersitz und hupt – wenn es sein muss, wochenlang. Es bringt auch nichts, vor Mitarbeiterparkplätzen zu warten. Die heißen „Mitarbeiterparkplatz“, weil da Mitarbeiter drauf parken – und die arbeiten den ganzen Tag, da können Sie Ihren verdammten Arsch rissig sitzen, da kommt keiner. Und verdammt noch mal, hören Sie auf zu HUPEN!!!</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen,<br />
Maori</p>
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